Authentizität | Teil 1 & 2
TEIL 1
Authentizität ein Schlüssel zu jenem unerschöpflichen Charisma, das dir erlaubt, ohne Anstrengung den Erfolg zu haben, den du dir vorstellst. Authentizität benötigt keine Tricks, keine Lines, keine Routinen. Auf dem Weg zu authentischem Charisma kannst du dir gerne mit solchen Dingen die Zeit vertreiben, halte aber das Ziel der Authentizität im Auge.
Was bedeutet es authentisch zu sein?
Einfach formuliert: du sagst was du fühlst und was du tust. Und du fühlst, was du sagst und was du tust. Und du tust, was du sagst und was du fühlst. Der augenscheinliche NLP-Begriff dafür ist Kongruenz. Die vorangegangene Definition kann aber auch für „ferngesteuerte“ Handlungen gelten, wie zum Beispiel, dass du hundsteufelswütend auf etwas oder jemanden bist und das sich auch 100% in deinen Worten, Gefühlen und Handlungen widerspiegelt. Das ist zwar kongruent, nicht aber authentisch. Authentisch bedeutet „unverfälscht“ und nicht auf Schein, sondern Sein basierend. Die reine Tatsache, dass du nach einer solchen Wutphase deine Worte, Gefühle oder Taten bereuen kannst, bedeutet, dass du in der Wutphase „ferngesteuert“ warst und später wieder „zu Sinnen“ gekommen bist und damit wieder statt dem Wut-Autopiloten zu deinem Selbst zurückgekommen bist.
Authentizität geht einen Schritt weiter. Es bedeutet, dass zusätzlich zum äußeren Erscheinungsbild (Worte, Gefühle, Taten) der Ursprung deiner Worten, der Motor hinter deinem Fühlen und deines Handelns aus dir selbst heraus entstanden ist. Nicht von der Gesellschaft motiviert, nicht von anderen Menschen angetrieben, nicht aus deinen Konditionierungen entsprungen ist.
Wie kann ich herausfinden, was mein Selbst ist im Gegensatz zu Fremdsteuerungen?
Für den Anfang ist es leicht, sich über all das bewußt zu werden, was dein Selbst nicht ist, von deinem Selbst nicht angetrieben ist. Eliminierst du genau dies aus deinem Leben, wirst du dich „von selbst“(!) immer mehr dem annähern, was du bist. Du wirst authentischer.
Schnall dich an, jetzt geht’s los:
Wie kannst du unterscheiden, ob du deinem Selbst folgst oder dem eines anderen = Fremdsteuerung?
Dies ist einfach. Denn: solange du etwas von dem glaubst, was du von irgend einer externen Quelle entspringt, sei es den Medien, der Geschichte oder doch oft sehr mitteilungsbedürftigen Mündern anderer Menschen, dann ist es nicht deinem Selbst entsprungen. Praktisch gesagt, wenn du dem einfach glaubst, was ich dir hier berichte, gehst du keinen Schritt in Richtung „authentisch sein“. Denn jemand anderem etwas zu glauben bedeutet, du folgst nicht deinem Selbst, nicht deiner Wahrheit. Du folgst der Wahrheit von jemand anderem, folgst dem Selbst des anderen! Das ist gleichbedeuted mit „nicht-authentischsein“.
Wenn wir das aufs Flirten und Verführen anwenden: Wenn du planst, wie du eine Frau verführst, bist du nicht du selbst. Wenn du organisierst und Strategien schmiedest, dann bist du nicht du selbst. Wenn du eine Frau nach Ihrem Namen fragst, weil „man das so macht“, bist du nicht du selbst. Wenn du ihre Telefonnummer ertrickst, wie du es in einem schlauen Buch gelesen hast, bist du nicht du selbst. Wenn du eine Frau küsst, weil du Regel 319b befolgt hast, bist du nicht du selbst. In all diesen Fällen hast du das wesentliche verpasst. Jede Magie der Authenzitität beraubt.
Wie kannst du unterscheiden, ob du deinem Selbst folgst, oder deinen Konditionierungen?
Hier wird es schon etwas feinfühliger. Und du hast du Gelegenheit zum ersten Mal klar zu erkennen, was der Unterschied ist. Es ist –in diesem Fall- so erschlagend einfach, dass es dir äußerst logisch erscheinen wird.
Machen wir ein Beispiel: wenn eine für dich über die Maßen interessante Frau dir unerwartet über den Weg läuft: was ist das erste, dass du wahrnimmst?
Ist deine Antwort „Angst“, dann denke noch einmal nach: was ist zwischen der ersten Wahrnehmung „sie ist da“ und der Angst passiert. Wie kam es zur Angst?
Ist deine Antwort, dass du dir innerlich etwas sagst, wie „Wie soll ich das bloß anstellen?“ oder dergleichen, dann denke noch einmal nach: was ist zwischen der ersten Wahrnehmung „sie ist da“ und des inneren Dialoges passiert? Wie kam es zur „Inneren Stimme“ als Kommentar auf „sie ist da“?
Wenn du den Ablauf der Angstentwicklung oder des Entstehens der inneren Stimmen in Slowmotion betrachtest, wird dir das auffallen, was ich nachfolgend beschreibe.
Die Antwort: auf die objektive, neutral durch die Sinnen aufgenommene Wahrnehmung „da ist ein Mensch“ folgte zuerst ein Impuls des „Hingezogenfühlens“ ein Impuls des „Gefälltmir!“ und DANN kam vielleicht eine innere Stimme des Zweifels und DANN kam das Gefühl, dem du das Etikett „Angst“ gibst, dann hast du bereits eine deutliche Unterscheidung wahrnehmen können zwischen Selbst und Konditionierung: Der ERSTE IMPULS, der ZEITGLEICH mit einer Wahrnehmung durch deine fünf Sinne entsteht, ist dein Selbst, das sich ausdrücken möchte, das dir die Wahrheit über dich selbst zeigt und sich entfalten will. ALLES, was DANACH geschieht, sind Mechanismen deiner Konditionierungen, Meinungen und Entscheidungen anderer „Selbste“. Seien es Glaubenssätze, Werte, Moral, Sozialregeln, etc. die sich ausdrücken in Form von inneren Dialogen, Gedanken, Bildern, Emotionen, etc.; sie allen wollen dich von dem ersten Impuls deiner Selbst abbringen und sie alle folgen zeitlich im Anschluß, nutzen immer „Show“ um sich durchzusetzen (du wirst feststellen, dass der erste Impuls wesentlich feiner, unaufdringlicher, „leiser“ und von kürzerer Dauer ist als eine innere zweifelnde Stimme). DAS IST DEINE CHANCE: denn hier hast DU die freie Wahl, ob die lieber deinen Konditionierungen folgen willst und diese Realität werden läßt, oder ob du DEINEM ERSTEN IMPULS FOLGST, und damit deinem Selbst und damit immer gegen alle Konditionierungen, immer nach deiner persönlichen Wahrheit. Entscheidest du dich fürs eine, dann automatisch gegen das andere. Es liegt an dir.
Wenn du weißt, wie es sich anfühlt, den Konditionierungen zu folgen, z.B. die Angst Realität werden läßt und die Dame dadurch nicht ansprichst und mit einem tiefen Reuegefühl nach hause gehst, dann weißt du schon was gegenteilig passieren wird, wenn du dich für das Gegenteil entscheidest. Welches Gefühl entsteht in dir, wenn du deinem Selbst folgst – Tip: was ist das Gegenteil von Reue?
Versuch es!
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TEIL 2
Wie versprochen folgt hier nun der zweite Teil zum doch sehr tiefgründigen Thema “Authentizität”. Zur kurzen Wiederholung des ersten Teils:
- Authentizität ist nicht gleichbedeutend mit Kongruenz
- kongruent ist, wenn Worte, Emotionen und Handlungen gleichermaßen ausgerichtet sind
- authentisch heißt unverfälscht, echt, aus dem Innersten entsprungen
- der Impuls, der dann zu den Worten, Emotionen, Handlungen führt, ist also bedeutend
- entstammt der Impuls dem Instinkt, der Intuition, ist er authentisch; entstammt er Konditionierungen mag er kongruent sein, aber nie authentisch, da auf Autopilot
- Konditionierungen sind Autopiloten
- der Impuls des Instinkts (Selbsts) ist zeitlich immer vor dem Impuls der Konditionierungen
Daher muß ich einen Satz aus dem ersten Post ergänzen:
“Einfach formuliert: du sagst was du fühlst und was du tust. Und du fühlst, was du sagst und was du tust. Und du tust, was du sagst und was du fühlst.”
Ja, das war einfach formuliert, da es mehr die Definition von kongruent ist. Für viele ist allein dies aber schon schwer genug zu bewerkstelligen. Dem Impuls “nachzufühlen”, der für den aktuellen Gedanken, das aktuelle Gefühl, etc. verantwortlich ist, stellt manchmal eine knifflige Aufgabe dar. Besser ist also der Satz: “Lasse alle deine Intentionen, Worte und Handlungen deinem Instinkt entspringen.”
Was wir noch zu beleuchten haben:
Wie kommt es dann, dass ich überhaupt Konditionierungen habe, wenn dem ersten Impuls folgen doch der vermeintlich und logisch richtige Weg ist?
Nehmen wir der Einfachheit halber zunächst “angeborene” Reflexe heraus, wie zB den Klammergriff beim Fallen und den vor körperlicher Unversehrtheit aus der Diskussion, zB in Form von Schmerzempfinden. Das würde hier zu weit führen, darüber lassen sich Bücher schreiben. Es sollte ausreichen, sich alles andere zunächst zu betrachten, was nach den Reflexen passiert; alles danach ist ohnehin leichter durch deinen Willen zu beeinflussen, bei Reflexen wird das schon schwieriger. Das, was du draußen mit der Damenwelt erlebst ist selten tatsächlich tödlich, daher brauchen wir die Reflexe nicht zu betrachten.
Somit ist ein Gefühl, z.B. “Schmerz” definitionsgemäß ein selbstausgelöstes Körperempfinden (von dir bewußt nicht initiierbar), aber authentisch. Es ist ebensowenig Re-Aktion, wie dass du Wärme spürst, wenn du in der Sonne sitzt. Dieses Wärmeempfinden ist keine Reaktion, es ist authentisch. Ebenso verhält es sich mit dem Schmerz.
Was nicht authentisch ist, ist die Bewertung des Schmerzes, zum Beispiel fluchen. Dies ist die Reaktion, die dem wirklich Erlebten eine Bedeutung geben will, ein Etikett. Um etwas Authentisches zu einer Reaktion zu machen, muss man das System der Bewertung benutzen. Bewertest du es als Negativ, ist das in der Regel gefolgt von einem Ausblendemechanismus, da Negatives nicht gewollt ist.
Beispiel: Du spürst einen Schmerz (authentisch) und fängst an zu fluchen (bewertest ihn als negativ) und willst ihn daher(!) möglichst schnell loswerden, indem du dich durch Alkohol, Fernsehen, Telefonieren, Sex, Medikamente, etc. ablenkst (Unterdrückung des akuten Schmerzes ins Unbewußtsein). Voià und wir haben eine Konditionierung gebaut. Diese ist natürlich abhängig von verschiedenn Faktoren,a lso wie häufig du diesen Ablauf wiederholst und wie intensiv so ein Ablauf ist.
Zum vorangegangenen Beispiel, hier etwas einfaches Authentisches: “Regen ist nass”. Bewertung: “Regen ist eklig.” Mit zeitgleicher Ausblendung aller anderen Möglichkeiten. Ausgeblendet = unbewußt gemacht. Falls man eine solche Anschauung “Regen ist eklig” hat, dann eine zB Gärtnerausbildung macht, kann sich diese gern in “Regen ist schön” umwandeln. Wenn dies zwei Meinungen(!) in zwei Personen wären, könnten sich diese die Köpfe einschlagen und doch hätte niemand recht, da bei beiden der Großteil der Wahrheit immer ausgeblendet(!) wird = unbewußt ist. Diese Meinungspositionen sind das größte Übel der Menscheit, denn Meinungspositionen sind nie Wahrheitspositionen. Und diese ist, Regen ist weder gut noch schlecht, Regen ist einfach nass. Punkt. Ich weiß, dass das den meisten Menschen zu langweilig ist, da es ja soviel Spaß macht, sich die Köpfe einzuschlagen und persönliche Dramen zu erleben. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass man genug von den Dramen hat, als hätte man zuviel Sahne gegessen. “Leidenslernen” nenne ich das, da es den meisten Menschen erst richtig mies gehen muß, bevor sie etwas ändern. Solche Menschen kennst du sicher auch. Dann hat man die Chance, eine andere Position einzunehmen und seine mentale und emotionale Welt nicht mehr auf Meinungen und Ansichten aufzubauen, da man erkannt hat, dass diese sich sowieso irgend wann ändern werden und nie die ganze Wahrheit sein können. Und bevor man dann wieder mit der Meinung untergeht wie ein Kapitän auf seinem sinkenden Schiff, sollte man sich klar darüber werden, dass das jedes Meinungsschiff nur aus schwimmendem Blech gemacht ist und niemals soviel wert ist wie pulsierendes Blut.
Und wenn ich dann dem Impuls folge, warum kann es trotzdem passieren, dass ich mich schlecht fühle, wenn es nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat?
Setz dich einmal hin und entscheide “Die nächsten 5 Minuten denke und fühle ich nichts.” Die meisten werden 5-10 Sekunden durchhalten, bevor die Konditionierungen wieder Oberhand nehmen. Keine Meinung von mir, sondern erforschte Tatsache, nennt sich “Aufmerksamkeitsspanne”. Dies zeigt dir, wieviel Kontrolle du über dein Denken und Fühlen = über einen Großteil deiner Persönlichkeit hast. Wenn man das schon nicht im Griff hat, wie dann alles andere? Zum Beispiel Frauen ![]()
Wenn du es also einmal geschafft hast, einen automatischen Gedanken zu löschen, heißt das nicht, “es ist vollbracht”. Es watren noch weitere Konditionierungen auf dich, so das das Auftreten einer Folge-Konditionierung noch zum selben “Mißerfolg” führen kann. Wenn du dich also entscheiden solltest, Konditionierungen zu löschen, dann tu dies aus Selbstzweck mit dem Wissen um das langfristige Ergebnis. Kurzfristig kann es noch holprig werden. Das ist gemeint mit der Metapher des Entblätterns wie bei einer Zwiebelschale: es warten noch weitere Schichten auf dich, aber grundsätzlich wir die Schale trotzdem immer dünner, je mehr du abträgst.
Weiterhin muß jede Konditionierung, wenn Sie gelöscht werden soll, an deinem Bewußtsein vorbei. Da wir gern Leidvolles verdrängen, warten meist emotionale Schmerzen an der Grenze von Bewußtsein zum Unterbewußtsein. So wirst du bemerken, wenn du z.B. bei einem Schmerzerleben dich nicht ablenkst, sondern auf das rein authentische Wrahnehmen des gefühls gehst, ohne emotional darauf zu reagieren, das es erscheint, als würde der Schmerz verstärkt. Dies ist nicht korrekt, er wird nur weniger ausgeblendet, was dann dieselbe funktion erfüllt, wie das öffnen eines Staudamms. Je mehr du also deine reine, nicht-reagierende Wahrnehmug auf den Schmerz richtest, um so mehr wird der Staudamm geöffnet, der Schmerz wird deutlicher, aber um so schneller wird er auch versiegen! Probier es aus!
Was kann ich tun, um authentischer zu werden?
Interssant ist, dass man überhaupt etwas tun muß, um authentisch zu werden. Das ist vergleichbar mit Nietzsches “Ecce Homo – Wie man wird, was man ist.” Authentisch sein, ist leicht. Um aber authentisch zu werden, mußt du dich durch die kompletten Altlast von persönlichen Konditionierungen hindurcharbeiten.
Es gibt zahlreiche, äußert effektive Wege. Die drei effektivsten sind meiner Erfahrung nach: Vipassana, Kunlun und Sungazing.
Hier schon einge Tips, wie du dies im Alltag umsetzen kannst. Versuche dich oft daran zu erinnern und deine pesönliche Erfahrung wird dir zeigen, ob sich dadurch etwas verändert!
- treffe Entscheidungen nicht danach, ob sie dir oder anderen gefallen oder nicht. Sondern danach, ob sie prinzipiell richtig sind. Da erkennst du daran, ob sie mehr Freude im allgemeinen hervorbringen und man daraus ein universelles Gesetz machen könnte (“Kategorischer Imperativ” von Kant: was, wenn alle Menschen es tun würden?)
- erinner dich daran, mehr wahrzunehmen, mehr zu spüren. Weniger zu interpretieren, zu analysieren. Wie der Erste Kuss: versuche alles gedankenfrei, wunschlos zu erleben!
- Erinnere dich an den sehr schönen Satz “Du bist nicht das, was du siehst, du bist das, was sieht.” oder hierauf bezogen: du bist nicht das, was du fühlst, du bist das, was das Gefühl wahrnimmt. Sei es Leidenschaft, Reue, Angst, etc. Beobachte interessiert die Emotionen in deinem Körper wie ein Wissenschaftler die Reaktionen in einem Reagenzglas.
- Ein Teil von dir ist immer authentisch, dieser ist nicht änderbar, immer konstant. Nachweislich gibt es einen Teil von dir, der selbst durch die sedierendsten Drogen die die Medizin kennt nicht bewußtlos zu kriegen ist.
Ein Teil bekommt alles mit, immer. Erinnere dich: du bist der Beobachter, nicht das Beobachtete – auch wenn das Beobachtete sich in deinem Geist oder Körper abspielt! Allein die Tatsache, dass du es beobachten kannst, zeigt dir schon, da sind zwei getrennte Dinge.
- stell dir bei einer Interpretation (z.B. die sieht mürrisch aus) immer die Frage: was weißt du wirklich? (Z.B. sie hat die Arme verschränkt) und was glaubst du (Z.B. das heißt sie ist schlecht gelaunt). Lerne Wahrheit von Meinung zu trennen.
- Versuche den ersten Impuls wahrzunehmen:
Praktisch: der allererste Impuls zeigt sich als dein innerstes Wissen. Dieser Impuls zeigt sich immer als ein “Mehr an Energie”, ein “Mehr an Ekstase” oder “Mehr an Freude”. ZB hattest du den Mut etwas trotz der inneren Ängste zu tun, dann fühlst du dich schon bei der Entscheidung immer stärker/größer/mächtiger/freudvoller – gleich welches Ergebnis dabei herauskommt. Dieser Energiezuwachs ist für manche aber zuviel (denken sie) und das größere innere Feuer führt zu weichen Knien. Wenn jeder, der dies liest, an die größten und schönsten Augenblicke in seiner Vergangenheit zurück denkt, wird er oder sie darin immer ein Mehr-an-Energie feststellen, oft gleichzeitig mit einem geringen Sicherheitsbedürfnis. Die energetischsten Zeiten sind die, in denen du am meisten gewagt hast, dort bist du gewachsen. Dort warst du mehr du selbst. Da mit dem älterwerden idR die Konditionierungen zunehmen, wird auch weniger gewagt, weniger entdeckt, weniger riskiert, weniger “über den eigenen Schatten (der Konditionierungen) gesprungen – und für solche wird das Leben langweiliger.
- Betrachte Konditionierungen nicht als “Feinde”, sondern als Wegweiser, wie man es gerade NICHT tun soll. Viele lesen aber nicht mehr das Schild “da nicht lang” sondern sehen nur den Pfeil, folgen ihm und landen in schwächenden Emotionen wie Minderwertigkeit, Reue, etc. Das sagt schon das Wort “Minder-Wertigkeit”: Menschen, die sich selbst als minderwertig ansehen, folgen nie ihrem ersten Impuls. Das sind ja genau die Menschen, die irgendwann dann zu einer Therapie gehen, um die Ängst und das Geschnatter im Kopf loszuwerden. Sie fühlen sich selbst minderwertig, weil sie ihrem Selbst = ersten Impuls keinen Wert geben, sondern nur nach den inneren Geschnatter handeln. Und sich dann wundern, dass sie sich schlecht, klein, unnütz, ungeliebt, fehl am Platz fühlen.
Hilfreiche Zitate:
Einige von mir
“Wenn du dein Selbstbewußtsein beweisen mußt, hast du keines.”
“Das Vermeiden des emotionalen Entzugs von dem, wie du die Welt gerne hättest, führt zum Gefängnis, in dem du lebst.”
“Sobald du dir etwas anders wünscht, als es ist, bist du nicht authentisch.
“Nicht der Inhalt unseres Denkens ist das Problem, das Denken an sich ist das Problem”.
Sokrates
“Die Gebundenheit der Ansichten, durch Gewöhnung zum Instinkt geworden, führt zu dem, was man Charakterstärke nennt.”
Friedrich Nietzsche
“Der gebundene Geist nimmt seine Stellung nicht aus Gründen ein, sondern aus Gewöhnung.”
Friedrich Nietzsche
“Ich sehe nicht ein, warum ich, der Einfalt Anderer wegen, Respekt vor Lug und Trug haben sollte.”
Schopenhauer
“Glauben bedeutet, nicht wissen zu wollen, was wahr ist.”
Friedrich Nietzsche
“Der Mensch, welcher nicht zur Masse gehören will, braucht nur aufzuhören, gegen sich bequem zu sein; er folge seinem Gewissen, welches ihm zuruft: ‘sei du selbst! Das bist du alles nicht, was du jetzt tust, meinst, begehrst.’”
Friedrich Nietzsche
Wissen und Glaube
1. Etwas, das wahr ist, muß nicht auf nur eine bestimmte Art und Weise wirken. Es bleibt wahr, gleich wie es äußerlich wirkt.
(Praktisches Beispiel: einen charismatischen Natural kannst du auch in einen Kartoffelsack stecken, er wird denselben Erfolg bei Frauen haben)
2. Etwas muß um so mehr wirken, je weniger es wahr ist. Je weniger Inhalt/Gehalt etwas hat, um so mehr Show und glänzende Verpackung benötigt es, um zu überzeugen.
(Praktisches Beispiel: zieh einem “erlernten” Show-PUA seinen Hut und seine dicke Gürtelschnalle aus, nimm ihm seine Show und seine studierten Lines und beobachte, was an verführerischem Charisma übrig bleibt.)
“Glaube” definiere ich als alles geborgte, pauschal Erlernte. Ansichten und Meinungen. Emotionen im Gegensatz zu Gefühlen. Bsp: Kalt ist ein Gefühl, “Kälte mag ich nicht”, eine Emotion. Emotionen halte ich für bewertende Kommentare auf neutrale Gefühle. Emotionen fallen für mich daher unter die Illusion, den Glauben, die Einbildung. Ab der Einbildung beginnen die Probleme. – Ausnahme ist: Liebe und ihre Artverwandten, wie Freude und Ekstase. Wie die Freude, die du empfindest, wenn du etwa Schönes betrachtest. Diese entsteht spontan, unreflektiert. Es gibt oft keine “Gründe” für diese Freude und sie braucht auch keine. Hier ist es wichtig sich Gedanken zu machen, was Liebe im Gegensatz zu Verlagen ist. Oft wird Liebe benutzt, Verlangen ist aber gemeint. Wenn jmd. behauptet, er liebt jemanden und diese(r) dann im Alter körperlich unattraktiver wird und dadurch die Liebe aufhört, dann war das Verlagen unter dem Deckmantel der Liebe. Daher kann man auch niemandem befehlen “Sei jetzt geduldig” oder “Sei verliebt in mich” oder “Sei kreativ”, da diese nicht “machbar” sind. Gefühle sind “machbar”, daher auch die Emotionen. Was bei Liebe, Geduld, Friede, Kreativität allerdings passiert ist nicht vergleichbar mit Verlagen oder Wut, die “machbar” sind. Du kannst etwas tun, um verlangend zu werden, du kannst aber nichts tun, um geduldig zu werden. Aber du kannst etwas sein lassen, um dann wieder von Ungeduld zur Geduld zurück zu kommen. Um bei einer vorangegangen Metapher zu bleiben: du kannst keinen blauen Himmel “machen”, du musst nur die Ursache der Wolken beseitigen – mental & emotional ist das “machbar”, übrig bleibt, was von vorneherein schon da war.
Praktisch: alles Buchwissen ist Glaube. Alle Berichte und Meinungen anderer sind Glaube. Alles, was nicht selbst erfahren wurde, ist Glaube. Die “Beweise”, die angeführt werden, sind meist auf anderem Glauben begründet oder in der Zuteilung von Bedeutungen in Form von +/-. Wenn man auf seine inneren Ängste hört, hört man auf seinen Glauben, dem inneren Navigator, der Landkarte (NLP).
“Wissen” ist das, was du tatsächlich erlebt hast. Das rein Erlebte, noch vor der Interpretation. Wissen ist also: “Die Sonne ist heiß”, das spürst du. “Zuviel Sonne mag ich nicht” ist Interpretation, keine Wirklichkeit mehr und führt zur Illusion. Im Wissen der Wissenschaftler wirst du beiderlei finden: das rein Beobachtete und dann das Interpretierte. Das Beobachtete zähle ich zum Wissen, die Interpretation zum Glauben. Das Beobachtete ist nicht anzweifelbar, der Glaube/die Illusion/die Einbildung immer. Jede Emotion ist aus vier physiologischen Gefühlen aufgebaut, das hier zu erklären, würde aber zu weit führen.
Wissenschaft versucht die Wahrheit im Aussen zu erkennen, in allen veränderlichen Dingen etwas Konstantes zu finden, auf das man sich verlassen kann. Bisher sind sie zum Schluss gekommen, dass die einzige wirklich Konstante ist, dass alles sich verändert und es keine -letzte- Konstante gibt. Im Aussen.
Das sehe ich anders. Aber auf die Antwort muss man selbst kommen. Dazu die passende Frage: Wenn du alles in deinem Leben betrachtest, was sich verändert hat… was ist gleicehgeblieben? Was hat sich nicht verändert? (Außer der Konstante “Veränderung”.) Es gibt nur eine einzige Sache, die sich in keinem Leben jedes einzelnen nicht verändert hat.
Viel Spaß bei der Suche
*Eine Möglichkeit des Weges dorthin habe ich auf der letzten “Einfach Verführerisch!” Konferenz als Trance gezeigt – was ziemlich viele ganz schön weit weg geblasen hat, haha!
Schlagwörter: Authentizität, Das Selbst, Emotionen, NLP, Partnerschaft, Persönlichkeit



Lieber Stefan, ich habe dich über die sungazing.de Seite gefunden. Ich habe vor einer Woche angefangen, und mein Eindruck ist, daß die Sonne alles was ist transformiert. Und wir urteilen nicht, weil wir tiefer sehen, das Gehirn fühlt sich beleuchtet an und ist nicht mehr fähig, diese dummen kleinen Irrtümer, auch Meinungen genannt, irgendwie wichtig zu nehmen. Früher, als ich ein Kind war, habe ich den Satz geliebt: was Kümmert es den Mond, wenn ihn ein Hund anbellt. Und die Sonne macht uns zur Sonne und wir spüren ALL EIN. ALL ONE.
Es ist gut was du schreibst. Mach weiter an der sungazing Seite. Wollte die Adresse kaufen, doch du hast sie schon.
Freut mich! Mein Eindruck ist es auch, dass man durch Sungazing einfach eine Lampe im Hirn anknippst und alle Dunkelheit verschwinden muß… bist du beim Vortrag von Hira in Berlin dabei? Termin findest du unter http://www.sungazing.de